weltwaertsnepal Nepal Nepal, Kathamandu   09:28

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webmaster, 12 Mai 2010
Nepal Nepal , Kathamandu 38°


Gedanken zur Religiösen Toleranz (1), Shivaratri


....und 30 Millionen Göttern

Ich komme gerade zurück von einem meiner seltenen „Morning Walks“ . Am Rückweg schlenderte ich am Maitidevi-Tempel vorbei. Dieser Tempel ist weder besonders groß noch berühmt. Aber die Atmosphäre dort ist sehr schön. Der Tempel liegt neben einer Gärtnerei und innerhalb des Geländes steht ein hohe Baum, der seinen Schatten auf das Pagodendach des Tempels wirft. Neben dem Eingang zum Inneren des Tempels hängt eine große Glocke. Es heißt, wenn man sie läutet lauschen die Götter den Gebeten. Aus dem Tempel drangen Chants, nach draußen. Eine Gruppe von Menschen hatte sich versammelt um gemeinsam einstimmig immer und immer wieder das gleiche zu singen. Ich vermute das muss wohl eine sehr meditative Wirkung haben.
Ich, als Nicht-Hindu, darf das Innere des Tempels aber nicht betreten. So war meine Teilnahme an der morgendlichen Singrunde leider ausgeschlossenSmile
An allen wichtigen Festen durfte ich aber im Kreise meiner Familie bisher aktiv teilnehmen.
Ich bin an Dashain von den älteren Familienmitgliedern gesegnet worden, sogar von entfernteren Verwandten, zu denen wir noch abends mit dem Motorrad gefahren sind und habe ein bisschen Geld und Obst geschenkt bekommen. An Tihar, dem Lichterfest zu Ehren der Göttin des Reichtums, Lakshmi, habe ich mit meiner Schwester Blumen aus farbigem Pulver auf die Stufen unseres Puja-Raums gestreut. An Ma Puja (einem Teil von Tihar, an dem man sich daran erinnert, dass Menschen auch Götter sind) wurde ich mit Blütenblättern überschüttet.
An Bai-Tika habe ich meinem kleinen Neffen einen siebenfarbigen Tika auf die Stirn gemalt.
Die meisten dieser Rituale fanden in unserem Haus im dritten Stock in einen Raum statt, der nur für religiöse Zwecke genutzt wird, nun ja..und die Wäscheklammern und Putzutensilien sind dort untergebracht. Es ist also eine Art Mischung zwischen Haustempel und Abstellkammer. Dieses Zimmer darf man nur barfuss betreten. Dort befinden sich Öllichter und eine Glocke, ein Gefäss für die Tika. Auf einigen Stufen stehen Bilder von Göttern und Sai-Baba. Sai-Baba ist ein als lebender Gott verehrter Guru, der in Bangalore lebt, trotz seines fortgeschrittenen Alters einen prächtigen Afro trägt, von Millionen verehrt wird und Musik liebt.
Er ist außerdem der persönliche Gott meines Onkels. Manchmal sagt er, er glaubt, dass Baba, mich nach Nepal zu Sarwanam geschickt hat. Es ist schwer zu erklären, wie mich das berührt.
In unserem Puja-Raum wurden jedenfalls an meinem Geburtstag 22 Öl-lichterlein angezündet und es gab Puja.
Puja ist eine Art Segnung, es wird sowohl öffentlich als auch privat zu den allermeisten Anlässen veranstaltet. Man benötigt ein paar Instrumente: eine Handglocke, eine Öllampe, Blüten, Tika-Pulver und kleine Speisen, die man „opfert“. (Im Endeffekt isst man sie später doch selbst.)
Zuerst werden die Blüten jedem Teilnehmer in die Hand gedrückt, dann wird die Öl-Lampe angezündet und geschwenkt, der Rauch zieht durch den kleinen Raum, synchron zum Schwenken wird die Glocke nach Herzenslust geläutet. Klingt wie die nahende Bescherung durch das Christkind an Weihnachten. Oder wie ein schlauer Freund von mir zu sagen pflegt: „die Nepali sind unverbesserliche Krachschläger und irgendein Teufel hat ihnen Glocken gegeben....“
Zum Glockengebimmel werfen alle die Blüten auf die Gaben. Anschließend tupfen die älteren Familienmitglieder den jüngeren rote Tupfen (Tika) auf die Stirn.
Tika kann man auch im Tempel auftragen oder aus Filz selbstklebend im Beauty Parlour kaufen und sich auf die Stirn pappen.
Tika ist zudem auch ein Name. Einer meiner besten Freunde vom Theater heißt so. Puja ist gleichzeitig ein Mädchenvorname und es gibt eine ganze Reihe Shivas, Rams, Krishnas, Lakshmis und Bhagwatis. Auch Geschäfte und Unternehmen benennen sich gerne nach Gottheiten. So findet man hier die Lakshmi Bank, Buddha Air, das Kumari Hostel und Om Computers um nur einige zu nennen.
Kommerz und Religion fließen hier eben auch ineinander. Ich fand das am Anfang sehr seltsam. Es würde bei uns wohl keiner auf die Idee kommen seinen Friseursalon „Herz Jesu hairstyles“ zu nennen.... Religion wird hier einfach sehr anders wahrgenommen und ich denke sie genießt bei den jungen Leuten ein besseres Image als bei uns. Gilt allgemein nicht als so uncool wie bei uns, sieht man schon an der großen Anzahl junger Menschen, die jeden Tag mit verschmierter Stirn durch die Gegend laufen.
Überhaupt sind die Hindus dem Einsauen und Bekleckern ihrer selbst und auch Gegenständen gegenüber viel offener als wir. Alles was wichtig ist, wird „betikat“: Motorräder, Geldscheine, Bücher, Heiligenbilder.
Auf die Spitze getrieben wird das ganze allerdings an Holi. Der mythologische Hintergrund von Holi ist der, dass ein Dämon einen Sohn hatte. Dieser Sohn allerdings war wenig dämonisch begabt, irregeleitet verehrte er den Gott Krishna. Das gefiel seinem Vater nun gar nicht, er beschloss also seinen Sohn zu töten. Durch das Eingreifen einer Frau konnte dies allerdings verhindert werden und der Dämon verbrannte selbst. So hat also mal wieder das Gute über das Böse triumphiert.
Außerdem markiert Holi gleichzeitig das Ende der kalten Jahreszeit und den Beginn des Frühlings.
So jedenfalls habe ich die das verstanden. Aber alle erzählen einem etwas andere Geschichten. Und wie auch an Weihnachten ist der Hintergrund des Festivals eher zweitranging. Im Vordergrund steht ganz eindeutig: nicht Konsum, sondern Spaß.
Holi, auch das Farbfest genannt, ist bisher mein absolutes Lieblingsfest. Denn es ist interaktiv und zwar nicht zu knapp. Meine Brüder und ich und einige andere Hausbewohner stiegen mit Lolas (Wasserbomben) bewaffnet auf unser Rooftop und hielten nach Nachbern auf gegenüberliegenden Rooftops Ausschau. Der Wasserkrieg begann. Sie attackierten uns, wir attackierten zurück. Die Lolas flogen, dass es eine helle Freude war. Meine Weitwurf-Technik verbesserte sich ganz erheblich.
Erste Überraschung: friendly fire! Die eigenen Brüder griffen uns Mädchen an und schütteten uns ganze Wassereimer über den Kopf, aber unsere Rache ließ nicht lange auf sich warten..haha.
Zweite Überraschung: eingeleitet durch die Frage: “Who has a white face?“ schmierten sich alle gegenseitig mit wirklich übel riechendem Pulver ein. Wir alle hatten rote Gesichter, unsere Nachbern schräg gegenüber lila-grüne Fratzen und ich sah sogar Jungs, die sich golden angemalt hatten. Meine Geschwister meinten sie benutzen dafür Möbelfarbe...jaaa.
Auf allen Rooftops sah man Clans von bunten Gesichtern, die Hausdächer verwandelten sich in Piratenschiffe, von deren Decks aus wir alle mit Wasserbomben angriffen! Was für ein Mordsspaß! Wenn man auf die Straße ging wurde man sowohl von oben als auch von allen Seiten angegriffen. Entweder wurde man nass, oder weiter mit Farbe vollgesaut und alle schrien einem Happy Holi entgegen.
Ich schätze, ein besseres Straßenfest gibt es auf der ganzen Welt nicht. Obwohl, Karneval in Rio vermutlich auch nicht übel ist, aber da spreche ich nicht aus persönlicher Erfahrung.



Ein weiters Festival, das mich sehr beeindruckt hat, ist Shivaratri, der Geburtstag von Shiva. Und zwar aus zwei Gründen: erstens mal weil es zu Ehren von Gott Shiva an diesem Tag legal und erwünscht ist Cannabis zu konsumieren und zweitens weil sogar das Wetter die Autorität dieses Fest respektiert.
In Nepal ist das Wetter verlässlicher als die Menschen. Ich glaube, in Europa ist das andersrum, deswegen ist der aktuelle Regen oder Sonnenschein auch so ein beliebtes Gesprächsthema.
Shivaratri ist im Januar, zur kalten Jahreszeit. Es hatte seit November nicht mehr geregnet. Doch weil Shiva der Herr des Wassers ist, regnet es immer irgendwann um Shivaratri herum.
Und so auch dieses Jahr. Zum ersten Mal seit Monaten wurden wir wieder richtig nass, Mir war gar nicht klar, wie sehr ich das vermisst hatte.
Abends waren Lisa, Kira, Lara und ich bei nepalesischen Freunden zum traditionellen Lagerfeuer eingeladen. Auch Lagerfeuer erfreut Shiva. Unser Gastgeber Gopal-Dai und seine Familie gaben sich große Mühe uns an diesem Fest eAnteil nehmen zu lassen. Sie hatten traditionelle Snacks zubereitet, deren Namen ich leider vergessen habe, aber lecker war´s. Und seine kleine Tochter hatte für uns bunte Scherenschnitte von Shivas drei Augen gebastelt. Im Hintergrund lief elektronische Musik und unsere Freunde erzählten Witze. Über Religion. Das ist eine Sache, die ich an Hindus sehr schätze, sie machen auch Späße über ihren eigenen Glauben. Bitteschön, hier:
1) Lord Shiva verkleidet sich als Mensch, um in Pashupatinath (Tempel) mit Sadhus (Heilige Männer) Ganja (Cannabis) zu rauchen. Er lässt sich zu ihnen auf die Erde nieder, fragt ob sie gutes Gras haben und kifft eine Runde mit ihnen. Shiva genießt, entspannt sich und sagt schließlich zu einem Sadhu: ey...ich bin der Gott Shiva! Daraufhin der andere: siehst du, jetzt wirkt das Zeug!


Wir gingen später des Abends auch nach Pashupatinath. Das ist einer der heiligsten Orte für Hindus, dort werden am Flussufer die Toten verbrannt. Die Tempelanlage ist Shiva gewidmet. Aus diesem Grund machen sich an Shivaratri alle dorthin auf. Manche Sadhus kommen sogar mit dem Fahrrad aus Indien angeradelt um dieses Fest in Pashupati zu verbringen. Stand in der Kathmandu Post..
Es war spät in der Nacht, gegen 10 oder 11 als wir im Tempel ankamen. Die Atmosphäre erinnerte mich an Musikfestivals in Europa. Einfach, weil so spät noch hunderte von Leuten unterwegs waren. Und das ist erstaunlich in einem Land, in dem ansonsten um 19 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden. Überall waren bunte, blinkende Lichter angebracht. Gegenüber der Leichenverbrennung tanzte eine Gruppe Jugendlicher zu Trommeln, hinter einer Ecke in einem Hof lagen hunderte von Sadhus auf der Erde und schliefen. Wir spazierten durch die Gegend und genossen das Nachtleben, noch so eine Sache, die man doch irgendwie vermisst. Wir waren nicht immer sicher, welche Bereiche wir betreten durften und waren froh, dass wir unsere nepalesischen Freunde dabei hatten. Es waren in erster Linie noch Männer unterwegs und einige hatten wohl Shiva durch ihren Mariuhana-Konsum gehuldigt.
Später tranken wir noch einen Milchtee an einem Straßenstand und nahmen dann ein Taxi Richtung Thamel um in einem Guesthouse zu schlafen, denn es gibt bei mir Zuhause nur eine Regel: komm vor 10, oder schlaf woanders.

In den nächsten Tagen kam ich nicht umhin mich zu fragen, ob nicht vielleicht alle Hindus recht haben. Ob es nicht eine ganze Schar von Göttern gibt. Wenn immerhin sogar das Wetter einen Beweis für die Herrschaft Shivas zu liefern scheintSmile
Ich probierte diesen Gedanken an wie man ein neues Kleid anprobiert, oder eine Farbe, von der man sicher denkt, dass sie einem nicht steht. Es fiel mir nicht leicht, aus unserer europäischen Sicht erscheinen einem all diese göttlichen Gestalten wie eine Bande Adeliger. Jeder ist mit irgendjemandem aus diesem Kreis verheiratet, übernimmt gewisse Funktionen und hat gewisse Fehler und Vorlieben, ist die Wiedergeburt von diesem oder jenem. Auf der Straße kann man in vielen Läden Hochglanzbildchen der wichtigsten Gottheiten kaufen und auf seinen Kühlschrank kleben. Erschwerend kommt hinzu, dass es mittlerweile 33 Millionen von ihnen gibt.
Aber was ist denn der Umkehrschluss?
Dass die Religiösität von Millionen von Hindus ein Irrtum ist? Dass ihr tiefempfundener Glaube und ihre Rituale ins Nichts strömen?
Oder etwa, dass der christliche Gott im Himmel trohnt und alle ihre Gebete, all die Glockentöne und Gesänge empfängt, seine Augenbrauen hochzieht, die Stirn runzelt und unter der Kategorie „falscher Empfänger“ einsortiert, wie einen Brief mit einer Adresse, die es nicht gibt?
So arrogant kann man doch gar nicht sein, dass man wirklich annimmt, es gäbe den „wahren Glauben“, „die eine Religion“, oder den „einen Gott“ und sonst nichts. Dass man davon ausgeht Chants zu singen und sich mit Farbe einzuschmieren wäre albern, während Stunden in einem Beichtstuhl zubringen zum Seelenheil führen soll? Dass eine Kirche so heilig ist, dass der Großteil der Menschen in Deutschland sie nicht mehr betritt, während Moscheen nur Gebäude mit Türmen dran sind, die die heimische Architektur verwirren? Dass man den Rest der Welt missionieren muss, um die Seelen der armen Ungläubigen zu retten? Was wäre das für ein Gott, der die Spiritualität von Milliarden verdammt und nur eine privilegierte Gruppe Auserwählter, die eben geografisch gesehen Glück hatte und zufällig an ihn glaubt in den Himmel lässt und die anderen?
An so einen Gott will ich überhaupt nicht glauben.
Der Gedanke, es gäbe eine Religion, die Exklusivrechte in ihrem Geltungsanspruch besitzt, die ein Monopol an Wahrheitsgehalt hat, ist unerträglich.
Entweder es gibt alle Religionen, oder keine einzige.
Entweder es gibt alle Götter, oder keinen einzigen.
Ich bewundere die Menschen, mit denen ich zusammen lebe für ihren tiefen und trotzdem praktischen Glauben, für ihre Hingabe und vor allen Dingen für die Natürlichkeit, mit der sie ihre Spiritualität leben. Ich bin nicht bereit zu glauben, dass sie Unrecht haben und eben leider nicht vom rechten Glauben sind. Eher nehme ich an, dass Glaube Ausdruck menschlicher Sehnsucht ist, dem gegenüber nur der Mensch selbst steht und sich widerspiegelt und „kein höh´res Wesen“ uns rettet, kein Gott. Nirgendwo.
Im Oktober, als ich mit Subrata, meiner Schwester, die Pulverblumen für Tihar streute, fragte ich sie, ob sie wirklich an all diese Götter glaubt und in was für einem Verhältnis sie zu ihnen steht.
Sie antwortete, sie glaube natürlich an die Göttin Lakshmi, sonst würde sie diese Blumen nicht auf die Treppe streuen. Und sie sagte noch etwas sehr gutes: sie glaubt, dass hinter jeder Religion und jedem Glauben letztendlich die gleich Kraft, der gleiche Geist stehe. Nur habe diese Macht sich eben zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten unterschiedlich gezeigt. Habe sich den Menschen angepasst, sei von ihnen geformt worden. Hier zume Beispiel entspreche die Religion den Bewohnern Nepals, sei eine nepalesische oder südasiatische Glaubensform. In England sei die Ausübung von Religion eben englisch.
In meinem Kopf begann es gleich zu rattern, das sei ja doch vereinfacht, was war mit Missionierung, dem 30jährigen Krieg, den gesamten politischen und historischen Einflussfaktoren, die die geografische Ausbreitung verschiedener Glaubensrichtungen so maßgeblich beeinflusst haben und das Leben der Menschen und ihren Glaubensvorstellungen geprägt haben? Und ist das ganze nicht auch ein wechselseitiges Unterfangen? Hat die Religion die Menschen beeinflusst, oder die Menschen die Religion?
und....das war mal wieder sehr typisch. Für den europäischen Versuch Glauben zu erklären und zu rechtfertigen, Unterschiede wahrzunehmen, zu analysieren, in einen Diskurs zu verwandeln, Kampfschriften zu verfassen und es sich insgesamt ziemlich schwer zu machen.
Die Menschen hier machen es sich einfacher. Sie haben die Balance zwischen Offenheit gegenüber anderen und der Treue zu ihrem eigenen Glauben ganz gut raus.
Sie nehmen sich als Hindus wahr und ich kenne nur einen Menschen, der seine Religion gewechselt hat. Andererseits akzeptieren sie andere Religionen und haben nicht das Bedürfnis den Rest der Welt zu missionieren und von der Richtigkeit ihres Glaubens zu überzeugen. Tatsächlich kann man zum Hinduismus gar nicht konvertieren, wenn die Eltern keine Hindus sind.
Ganz im Gegensatz zu den Christen in Nepal. Einmal besuchte ich in Nepal eine Kirche und der Zuständige dort brüstete sich damit, wieviele Nepali im Laufe der letzen Jahre schon zum Christentum konvertiert seien. Als ob man den Nutzen einer Religion daran messen könne, wie viele neue Anhänger sie rekrutiert...
Trotz dieser Expansions-Tendenz können Protestanten und Katholiken in Deutschland nicht gemeinsam Abendmahl feiern, jedenfalls nicht son ohne weiteres. Hier durfte ich als „Ungläubige“ an allen Festivals teilnehmen.
Wie gesagt, die Nepali haben nichts gegen ein bisschen Vermischung und konzentrieren sich eher auf Gemeinsamkeiten als auf Unterschiede. Im Maitidevi Tempel beispielsweise findet man überall kleine Statuen von Buddha. Er wird auch von Hinduisten als eine Gottheit verehrt und irgendwie in ihre Mythologie intergriert. In Plaudereien ist Religion schnell ein Thema. Ganz anders als die bei uns immer seltsame Frage: Glaubst du eigentlich an Gott?, die Menschen irgendwie immer in zwei Lager spaltet. Im Laufe der Plauderei hier ist es dann gut möglich, dass dein gegnüber sagt, er glaubt auch an Jesus. Die kleinen Kitsch-Läden bestätigen dies, neben Postkarten von Lord Ganesh findet man dort durchaus einen blinkenden Jesus oder eine Plastik Maria.

(...)

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Mama

6 Juni 2010

ich freue mich sehr auf spannende diskussionen über religiöse und andere fragen, wenn du wiederkommst.angelika ist ja jetzt zurück und hat dich über den grünen klee gelobt.wir haben gestern beim day of song teilgenommen.du wolltest doch mal anrufen?von galway ist noch ein dicker prospekt gekommen. sollen wir dir die seiten über theater and performance zusenden? deine dich sehr liebende mama

Roger Grandjean

10 Juli 2010

... wunderbare Gedanken.
Ein Hauch mehr davon und die Welt istdas paradies ... nur noch ein Hauch.
Bis bald.
Roger

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